Archiv für 11.2011

Lehmbackofen

Publiziert von Gehrke am 15.11.2011

Nach einem Arbeitsmarathon konnte der Backofen am Samstag nach nur einer Woche Bauzeit fast fertiggestellt werden.

Das Gerüst aus Weidenzweigen wurde in einer Vormittagsaktion am Mittwoch von 12 Schülerinnen und Schülern geflochten und schon mit einer Lage aus Heu-Lehm-Gemisch beworfen.

Am letzten Wochenende wurde die Arbeit trotz Nachtfrost fortgesetzt. Bei eisigen Temperaturen wurde der Ofen in einer gemeinsamen Aktion von Eltern und Schülerinnen und Schülern von innen und außen mit Lehm verstrichen.

Sogar ein kleines Feuer konnte im Ofen entzündet werden, er zieht bestens, allerdings muss er nun noch ca. 2 Monate trocknen. Hoffentlich richtet der Frost keinen Schaden an. Es fehlt jetzt nur noch die Backplatte aus gestampftem Lehm, aber damit warten wir erst einmal auf etwas wärmere Witterung.

Vor dem Backofen sieht man eine ca. 20 cm tiefe Grube, in der der Lehm mit den Füßen geschmeidig gestampft und mit Heu vermischt wurde. Zeitweise blieb man in der klebrigen zähen Masse mit den Gummistiefeln stecken. Dann kam man ohne fremde Hilfe nicht mehr frei.

Backen wie vor 3000 Jahren

Publiziert von Gehrke am 09.11.2011

Schülerinnen und Schüler der Klasse 5a der Gemeinschaftsschule haben am letzten Sonnabend mit dem Bau eines Lehmbackofens begonnen. Unterstützt werden sie von Eltern und dem Klassenlehrer Herrn Hertel.

Der Lehm wurde von der Tiefbaufirma Ehlers in Glüsing gespendet und vor dem Schulgebäude abgekippt. Weidenruten für den Unterbau konnten mit Hilfe der Eltern herangeschafft werden.

Am Samstag, dem 5. November ging es dann los, eine Grube wurde auf Spatentiefe ausgehoben. Im Abstand von ca. 25 cm wurden 1 m lange Pflöcke in das Erdreich gerammt, um diese herum wurden die Weidenruten gewunden (=Wand). Die Grube wurde mit faustgroßen Steinen verfüllt, damit das Regenwasser den Ofen nicht aufweicht und er von unten garantiert trocken bleibt.

Wenn der ganze Weidenkorb geflochten ist, wird die Außenwand mit einem feuchten Gemisch aus Lehm und Heu 20 cm dick bestrichen. Auch die Innenwand wird dick mit Lehm verschmiert (ca. 10 cm).

Nun muss der Ofen einige Wochen trocknen. Wenn wir es vor dem Frost schaffen, erhält er vielleicht noch in diesem Jahr eine dicke Backplatte aus Lehm.

Er kann dann vorsichtig eingebrannt werden, der Lehm verziegelt dann, das Innengerüst verbrennt allmählich zu Holzkohle.

Im Frühjahr wollen wir dann mit den ersten Backtagen beginnen.

Am kommenden Sonnabend, geht die Arbeit weiter, wer Lust hat darf gern zuschauen oder auch mal mit Lehm schmeißen.